Programm

The Horrors

The Horrors delektieren sich an ostentativem, okkultem Gepränge und deklamieren barocke Opulenz. Aus hymnischen, gleichsam zölestischen Synth-Flächen und triumphalen Gitarrenwänden, die im psychedelischen Dickicht nur schemenhaft zu perzipieren sind, erbauen sie eine Kathedrale des Hedonismus, in welcher der rituelle Rausch die Liturgie diktiert. Mit solenner Stimme orchestriert Faris die parareligiöse Prozession aus Bläsern und Hall, kosmischem Flirren und Sirren und predigt nicht ohne Pathos. Die entrückten Harmonien schwingen sich zu euphonischen Höhen auf und kulminieren, auf dem Zenit angekommen, in einer ekstatischen, empyreischen Jubilatio, die ganz im Sinne Ambrosius’ Raum und Zeit eins werden lässt. Ad astra

Darkstar

Pünktlich zur dunkelsten, nachtblauen Stunde deklinieren Darkstar abstrakt und synkopisch Experimental-Electronica über dem See. Die Wiege der gefühlten Myriade von vertrackten, arrhythmischen Effekten liegt im elektronischen Baukasten, der digitalen Tüftelwerkstatt. Die ephemere Architektonik der Tracks, ein Äquilibrium zwischen kühlen, antizyklischen und schleppenden Beats, warmen Ambient-Flächen und organischem Gesang, fungiert als Schall gewordene Antithese zur Zunft der uniformen Konserven-Entertainer, die mit ihrer Massenware massenweise Massen abfertigen. Massgeschneiderte Kreation.

Girls Names

Girls Names entführen in ein hypnotisches Labyrinth aus prävalent wabberndem Bass, repetitiver und resilienter Perkussion sowie alerten, mäandrierenden Gitarren, dem man nie mehr entfliehen, sondern sich darin in perpetuum verlieren möchte. Als Polarstern zur Orientierung dient allein die gutturale, sinistere und doch sonore Stimme, welche vom unprätentiösen Gang der Dinge, der bangen Existenz in der rauen Bucht von Belfast hoch im Norden des ehemaligen Empires erzählt. Im Zwielicht der letzten Sonnenstrahlen proklamieren die Nordiren rohen und treibenden Post-Punk ohne Galanteriewaren.

Kero Kero Bonito

Lediglich lax gekiebitzt, reproduzieren KKB prosaischen, zuckersüssen, geradezu einem grellbunten Spielwarenparadies entsprungenen, plastischen J-Pop. Bei näherer Betrachtung manifestiert sich jedoch der diskursive, skeptische und quasi metaphysische Charakter der anglo-japanischen Seifenblase mit ausgeprägt pueriler Videospiel-Affinität. Bilingual vexierend, persiflieren und dekonstruieren Kero Kero Bonito hyperbolisch den egozentrischen Popkosmos, die aufmerksamkeitsdefizitäre Konsumkultur und die flatterhafte Wegwerfgesellschaft. Weiland gesellschaftlich fest verankerte Rollenbilder werden aufgebrochen und resultieren, korrelierend mit dem Fizzers-Fundament, in einem Paradoxon von Schein und Sein. In Zuckerwatte verpackte Gesellschaftskritik. Kawaii!

KnoR

Unschuld und Arglosigkeit mag das Pseudonym KnoR suggerieren. Spätestens die maliziösen Bässe und peitschenden Snares demaskieren jedoch den selbstbetitelten einsamen Koboi mit analogem Klangtechnik-Spleen als Virtuosen des maschinellen Techno. Sein feines Sensorium für melancholische Melodien und kontemplative Texte zeitigt eine exzeptionelle und inkomparable meditative Härte. Einem Trompe l’oeil gleich, täuscht der frankophone Zürcher mit analoger Elektronik, gänzlich ohne Computer auskommend, die Anwesenheit eines raumfüllenden Orchesters vor. Mit schwerem Kopf und leichten Füssen der rosenfingrigen Eos entgegen.

Tompaul

Inversion als Credo: Reduktion als Maximierung. Dezente, gedämpfte Drums ab Maschine, eine demütig beschwörende Posaune, versierte Synthesizer und eine virtuose, kristallklare Gitarre amalgamieren zum düsteren, schweren Substrat. Elegisch schwebt die sibyllinische Stimme über der ätherischen Ästhetik. Elegant, kühl und reduziert arrangiert, sind Tompaul beständig auf der Suche nach der mystischen Essenz, dem tieferen Sinn des Klangs. Jede tonale Nuance ordnet sich der Pirsch unter, dient dieser und ermöglicht gleichzeitig ebenjene erst. Waidmannsheil.

A=f/m

Hinter der kryptischen Formel für Beschleunigung verbirgt sich ein diverser, komplexer und fragiler Kosmos, der bei der geringsten Perturbation zu implodieren droht. Eine sylphidenhafte Stimme aus dem Off, mehr Poesie denn Gesang, halb Hauch, halb Ahnung, oszilliert mit dem dunklen Bariton ihres Konterparts. Grosse Gesten des Pop vermengen sich mit Trip Hop-Anleihen und RnB-Reminiszenzen zu grazilen Melodien, die unter einer leicht schimmernden Patina aus Hall nur vage, diffus und nebulös, wie durch einen dichten Schleier, auszumachen sind. Träumen, tanzen am Nachmittag bei Sonnenschein und leichtem Westwind, der feine Federwolken über den Horizont trägt.

Infos

Ort & Datum

Das Sur le Lac findet am Samstag, 13. August 2016 auf der Eggersrieter Höhe mit einmaliger Aussicht auf den Bodensee statt.

Das Fest

Der Verein "Sur le Lac", welcher non-profit agiert, organisiert seit 2008 das "Sur le Lac – Ein kleines Fest der Musik". Das eintägige Festival präsentiert Künstler, welche sich im Spannungsfeld zwischen verschiedensten musikalischen Strömungen und Einflüssen bewegen. Wir bieten Musikern, die sich für spannende, innovative und progressive Musik einsetzen eine Plattform. Das Fest findet auf der Eggersrieter Höhe statt, von wo aus man einen atemberaubenden Ausblick über den Bodensee geniessen kann.

Einlass

Die Türen öffnen sich pünktlich um 12.00 Uhr. Früh kommen lohnt sich. Einlass mit gültigem Ausweis ab 18 Jahren.

Speis & Trank

Wir bieten euch auf dem Gelände verschiedenste Freuden für Gaumen und Kehle. Ob orientalischer Falafel oder Käseplättli mit einem Glas Wein kredenzt, marokkanische Teespezialität oder klassischer Schüblig vom Grill. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Um die Angebote zu sehr fairen Preisen und auch den Eintritt in diesem Rahmen beibehalten zu können, bitten wir euch auf das Mitbringen von Getränken und Lunchpäcklis jeglicher Art zu verzichten. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Bargeldbezug

Direkt bei der Bushaltestelle Eggersriet Post findet sich ein Bancomat, an welchem man per Karte Bargeld beziehen kann. Auf dem Gelände ist ein Bargeldbezug nicht möglich und sowohl am Einlass als auch bei den verschiedenen Ständen können wir leider nur Bargeld akzeptieren.

Übernachtung

Da das Sur le Lac ein eintägiges Festival ist, können wir euch leider keine Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Es verkehren jedoch die ganze Nacht hindurch Spezialbusse nach St.Gallen.

Anreise

Die Anreise ans Sur le Lac gestaltet sich wie folgt und ganz unkompliziert. Wir empfehlen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Postautofahrplan Kurs 120 ab St.Gallen Bahnhof nach Eggersriet Post: Alle 30 Minuten jeweils 24 und 54. Ab 19 Uhr jeweils stündlich um 24. Ab Heiden Post: Alle 30 Minuten jeweils 01 und 30. Ab 19 Uhr jeweils stündlich um 01. Ab Eggersriet Post bringen euch Shuttlebusse direkt aufs Gelände. Naturverbundenen Besuchern legen wir den 15-minütigen Spaziergang vorbei an Blüten und Blatt gen Festgelände sehr ans Herz. In der Nacht bringen euch dann stündlich Spezialbusse sicher und behütet zurück nach St. Gallen. Die Spezialbusse sind im Eintrittspreis inbegriffen. Besuchern, welche mit Privatautos anreisen, stehen in begrenzter Anzahl Parkplätze unweit des Festgeländes zur Verfügung. 

Abfall

Wir versuchen mit unserem Festival die Umwelt so wenig als möglich zu beeinträchtigen. Helft uns doch bitte dabei, indem ihr euern Abfall in die entsprechenden Abfallbehältnisse entsorgt. Unterstützt uns und achtet die Natur!

Verbotene Gegenstände

Das Sur le Lac soll ein friedliches Fest in einer stimmungsvollen Atmosphäre sein. Von daher versteht es sich von selbst, dass das Mitbringen von Feuerwerkskörpern, Glasflaschen, Waffen jeglicher Natur sowie artverwandten Gegenständen untersagt ist.

Gehörschutz

An einem Festival herrscht ein ständig hoher Lärmpegel. Schützt euer Gehör mit den überall auf dem Festgelände gratis erhältlichen Oropax.

Lost & Found

Falls ihr Gegenstände ohne Besitzer/in findet, könnt ihr sie am Infostand abgeben. Hier bekommt ihr sie während dem Festival auch zurück. Danach werden wir sie dem städtischen Fundbüro übergeben.

Dank

Allen Helfern, Supportern, Sponsoren und Gönnern des Vereins Sur Le Lac.

Impressum

OK: Christoffer Brunner (Finanzen), Sabrina Dietrich (Verpflegung), Dennis Egger (Entwicklung), Pascal Frei (Programm), Dominic Frei (Technik), Christian Rickli (Aufbau), Dominik Sieber (Kommunikation), Gestaltung & Konzept: Studio SW, Schrift: Max by Erkin Karamemet (Dinamo), Programmierung: Jonas Huber

Partner

Hauptsponsor

 

 

Co Sponsoren

 

 

Supporter

 

 

Galerie

2015

2014

2013

2012

2011

Tickets

Vorverkauf

Vorverkauf CHF 35.–. In diesem Jahr können wir euch mit dem Billett aus dem Vorverkauf noch mehr Leistungen anbieten: Nicht nur die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ans Sur le Lac nach Eggersriet in den Ostwind-Zonen 210 / 211 / 242 und die Rückreise mit den Spezialbussen in der Nacht zurück nach St.Gallen, sondern neu auch der Nachtzuschlag für die Heimreise mit den ÖV nach Mitternacht sind im Billett inbegriffen. Dies als Reaktion auf die letztjährigen Unannehmlichkeiten bei der Rückreise. Billett im Vorverkauf ergattern und gratis –innerhalb der erwähnten Zonen – ans Festival und zurück! Tickets gibts hier bei Petzitickets.ch.