22Août

Dillon

Reduzierte, filigrane Arrangements, bittersüsse Melodien und das fragile, elegische Timbre Dillons stehen paradigmatisch für den auditiven Minimalismus, der sich gerade dadurch maximal entfalten kann. Puristische, spärlich, aber virtuos eingesetzte elektronische Finessen, manchmal nicht mehr als ein Rauschen oder ein Zirpen, vermengen sich mit dem als Antipode fungierenden Piano zu einer Emulsion aus organischen Elementen und Elektronik. Als Fundament sekundiert sie der hymnischen Stimme, den vertonten Poemen Dillons, die stets mit der aristotelischen Katharsis kokettieren. Kühle Elektronik trifft auf warme Lyrik.  

Motorama

Die Nähe und die Sehnsucht zum Meer hört man jeder Note an. Die stetig feuchte Brise, die vom Meer her weht, transponiert feine und glasklare Melodien, die sich in die hintersten Winkel des Gehörgangs schmeicheln. Mit gleichsam schwelgerischer Schwermut entführen Motorama uns in ihre herbe Heimat am Schwarzen Meer. Luftig leichte Gitarren kontrastieren das druckvoll präzise Schlagzeug, während sich der melancholische Bariton, einem mäandrierenden Strom gleich, seinen Weg durch die dichten Harmonien bahnt. So verfängt sich der Wind in den Haaren, während wir mit offenen Fenstern, vom gleissenden Licht der tief stehenden Sonne geblendet, der von dichten Wäldern und wildem Rosmarin gesäumten Küste entlang brausen. Die Leichtigkeit des Seins.

Tanlines

Aufgenommen in den sakralen Hallen einer Kathedrale in Brooklyn, befördern Tanlines ihre opulent drapierten Preziosen des transatlantischen Musikschaffens direkt auf die Tanzfläche. Voluminös und orchestral komponiert, mit einer nachdenklichen Note in Form des beschwörenden Gesangsangereichert, versagt man sich den grossen Melodien bewusst nicht und kreiert einen ekstatischen Kosmos aus treibenden Bässen und fordernden Synthesizern. Synthetischer Pop, rauschhaft wie eine entrückte dionysische Nacht im pastellfarbenen hedonistischen Miami der 80er Jahre.

GalaDrop

Repetitive und hypnotische tropische Klänge enthemmt geschlagener Congas versetzen einen an sonnengetränkte gold-gelbe Sandstrände an den Gestaden Angolas. Das raffinierte Geflecht aus psychedelischen Trommeln, krautig ausufernden Gitarren, vertrackten Harmonien und dem impulsiven, verwegenen Gesang ist von der salzigen Gischt wie mit einer Patina überzogen. Gala Drop stammen zwar aus dem urbanen Lissabon, aufgrund der historischen Nähe zum schwarzen Kontinent und dem kolonialistischen Erbe der Seefahrernation sind die musikalischen Einlüsse Afrikas aber nicht zuletzt in der tropischen Polyrhythmik, den virtuosen Synthieflächen oder der Klangfarbe augenfällig.

Verveine

Tiefe und satte Bässe, eine peitschende Snare, wuchtig und raumfüllend, dunkel und gleichwohl affirmativ. Die Wahlbelgierin Verveine, aufgewachsen am Lac Léman, kredenzt zu später Stunde dunkle und sonore Klangwelten. Mysteriös, feenhaft und anmutig zieht sie den Hörer in ihren Bann, experimentiert versiert mit avantgardistischen elektronischen Spielereien, bevor sie mit ihrer betörenden StimmeMomente von geradezu mystischer und unvergänglicher Eleganz evoziert. So entlässt sie den Hörer staunenden Auges und offenen Mundes in die dunkle Nacht. Bis zur blauen Stunde.

LordKesseli& TheDrums

Auch wenn der Name etymologisch auf blaues Blut verweist und auf eine royale Provenienz schliessen lässt, haben wir es nicht mit der Aristokratie, aber doch mit der musikalischen Nobilitas St.Gallens zu tun. Das illustre Duo wandelt auf den verschrobenen Pfaden der brachialen Leichtigkeit. Sinistere eponymische Drums, eine konvulsive Gitarre und sorgsam eingesetzte digitale Effekte amalgamieren zu einem sphärischen Klangkonvolut, das die mit viel Hall verstärkte, über den Dingen schwebende Stimme trägt.  

Pyrit

Artifizielle Töne aus den abyssischen Tiefen des Maschinenraums, katalytische Vehikel der Entschleunigung prägen das industrielle Klanguniversum von Pyrit auf der Suche nach einer dezidierten, unerbittlich pulsierenden Langsamkeit. Der verlorene Sohn spielt mit dem Spannungsverhältnis zwischen kontinuierlich grollenden, maschinellen Klangstrukturen und emotivem Crooning, wodurch eine extraterrestrisch anmutende Geräuschkulisse entsteht, die sich der Klimax versagt.Industrieller Soul aus der Zwischenwelt.  

Programm

Ort&Datum

Das Sur le Lac findet am Samstag, 22 August 2015 auf der Eggersrieter Höhe mit einmaliger Aussicht auf den Bodensee statt.

DasFest

Der Verein "Sur le Lac", welcher non-profit agiert, organisiert seit 2008 das "Sur le Lac – Ein kleines Fest der Musik". Das eintägige Festival präsentiert Künstler, welche sich im Spannungsfeld zwischen verschiedensten musikalischen Strömungen und Einflüssen bewegen. Ziel ist es, Musikern, welche sich für spannende, innovative und progressive Musik jenseits vom Mainstream einsetzen, eine Plattform zu bieten. Das Fest findet auf der Eggersrieter Höhe, nahe St. Gallen statt, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über den Bodensee geniessen kann.

Einlass

Die Türen öffnen sich pünktlich um 12.00 Uhr. Früh kommen lohnt sich. Einlass mit gültigem Ausweis ab 18 Jahren.

Speis&Trank

Wir bieten euch auf dem Gelände verschiedenste Freuden für Gaumen und Kehle. Von der asiatischen Küche für die Freunde der Gewürze über authentische Käsegenüsse aus dem Raclette-Häuschen bis zum klassischen Schüblig vom Grill sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Um die Angebote zu sehr fairen Preisen und auch den Eintritt in diesem Rahmen beibehalten zu können, bitten wir euch auf das Mitbringen von Getränken, sowie Lunchpäcklis jeglicher Art zu verzichten. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Bargeldbezug

Direkt bei der Bushaltestelle Eggersriet Post findet sich ein Bancomat, an welchem man per Karte Bargeld beziehen kann. Auf dem Gelände selbst ist ein Bargeldbezug nicht möglich und sowohl am Einlass als auch bei den verschiedenen Ständen können wir leider nur Bargeld akzeptieren.

Ubernachtung

Da das Sur le Lac ein eintägiges Festival ist, können wir euch leider keine
Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Es verkehren jedoch die ganze Nacht hindurch Spezialbusse nach St.Gallen.

Anreise

Die Anreise ans Sur le Lac gestaltet sich wie folgt und ganz unkompliziert. Wir empfehlen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Postautofahrplan Kurs 120 ab St. Gallen Bahnhof nach Eggersriet Post: Alle 30 Minuten jeweils 22 und 52. Ab 19 Uhr jeweils stündlich um 22. Ab Heiden Post: Alle 30 Minuten jeweils 01 und 27/31. Ab 19 Uhr jeweils stündlich um 01. Ab Eggersriet Post bringen euch Shuttlebusse direkt aufs Gelände. Naturverbundenen Besuchern legen wir den 15-minütigen Spaziergang vorbei an Blüten und Blatt gen Festgelände sehr ans Herz. In der Nacht bringen euch dann stündlich Spezialbusse sicher und behütet zurück nach St. Gallen. Die Spezialbusse sind im Ticketpreis inbegriffen. Besuchern, welche mit Privatautos anreisen, stehen eine begrenzte Anzahl Parkplätze unweit des Festgeländes zur Verfügung.

Abfall

Wir versuchen mit unserem Festival die Umwelt so wenig als möglich zu beeinträchtigen. Helft uns doch bitte dabei, indem ihr euern Abfall in die entsprechenden Abfallbehältnisse entsorgt. Unterstützt uns und achtet die Natur!

Verbotene Gegenstände

Das Sur le Lac soll ein friedliches Fest in einer stimmungsvollen Atmosphäre sein. Von daher versteht es sich von selbst, dass das Mitbringen von Feuerwerkskörpern, Glasflaschen, Waffen jeglicher Natur sowie artverwandten Gegenständen untersagt ist.

Gehörschutz

An einem Festival herrscht ein ständiger hoher Lärmpegel. Darum schützt euer Gehör mit den überall auf dem Festgelände gratis erhältlichen Oropax.

Lost&Found

Falls ihr Gegenstände ohne Besitzer findet, könnt ihr sie am Infostand abgeben. Hier bekommt ihr sie während dem Festival auch zurück. Danach werden wir sie dem städtischen Fundbüro übergeben.

Impressum

OK:Pascal Frei (Programm), Christoffer Brunner (Finanzen), Dennis Egger (Entwicklung), Sabrina Dietrich (Verpflegung), Christian Rickli (Aufbau), Dominic Frei (Technik), Dominik Sieber (Kommunikation) Gestaltung&Konzept: Studio SW, Code: Jonas Huber, Fotografie: Samuel Schalch

Infos

Hauptsponsor

Raiffeisen

Medien

Soon

Verpflegung

Soon

Partner

Vorverkauf:30.– Abendkasse:35.–

Im Vorverkaufsbillett enthalten sind neben dem Eintritt:
1.Das Postautobillett von St. Gallen nach Eggersriet
2.Der Shuttle von der Post Eggersriet zum Festgelände
3.Die Spezialbusse in der Nacht zurück nach St. Gallen
HIER gehts zum Vorverkauf

Tickets

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